Franz Jirak

Zahntechniker. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1911    † 1944

 

Herkunft, Beruf

Franz Jirak wurde am 14.8.1911 in Wien geboren. Er arbeitete als Zahntechniker.

Kassier der KPÖ, Entwurf eines Flugblattes

Ab 1942 agierte Franz Jirak im illegalen Literaturapparat und als Kassier der KPÖ. Er entwarf den Text zu einem Flugblatt, das zum ersten Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion verbreitet wurde.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 14. 7. 1942 wurde Franz Jirak verhaftet und am 10. 3. 1944 gemeinsam mit K. Baubelik (hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 10.5.1944 erfolgte seine Hinrichtung im LG I in Wien.

Aus dem Urteil

„Von den Funktionären der drei kommunistischen Betriebszellen [im 6. Bezirk] kassierte der Angeklagte Beitragsgelder. Ferner erhielt er von Faß bis etwa Sommer 1941 mehrmals die kommunistischen Hetzschriften »Rote Fahne« und »Weg und Ziel«. Von einem persönlichen Freunde, dem Zahntechniker Veriand Kernau, den er seinen Gesinnungsgenossen zuführte, kassierte er monatlich einen Betrag von 2,40 RM für die KPÖ. (…) in der Folgezeit nahm Jirak an etwa 15 Sitzungen des Zentralkomitees teil, die meistens in der Wohnung der Kommunistin Sip stattfanden.“

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen


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